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Ersten Tage in Davao

Autor: Yasha | Datum: 17 September 2012, 15:53 | Kommentare deaktiviert

Hallo Leute,

Ich bin jetzt seit Freitag in Davao und dachte es wär mal wieder Zeit ein bisschen zu berichten.
Ich hab jetzt endlich mein Zimmer bezogen indem ich auch ein Jahr bleiben werde. Es ist ziemlich cool.
Zwar ist hier alles Kotzgrün, aber ich hab mein eigenes Bad und sogar eine Klimaanlage! Bei meinem Zimmer handelt es sich um ein Zimmer des Gästehauses von dem Krankenhaus und dem College.
Das bedeutet das meine Arbeitsstelle nur ein Tricycle entfernt ist.

Am Samstag habe ich die Vize-Direktorin der Schule kennengelernt, sie ist, wie alle hier, total nett und hat mir angeboten an einem Nachtlauf der Schule teilzunehmen was ich am Samstag abend auch gleich gemacht habe. Vor dem Rennen wurde ich von einer netten Mitarbeiterin der Schule eingewiesen und habe auch gleich zwei Amerikaner kennengelernt die an dem Rennen teilgenommen haben.
Das rennen an sich war ziemlich entspannt. Es waren 5km und jeden Kilometer wurde Wasser in Plastiktüten verteilt, was erstaunlich leicht aus den Tüten zu trinken war.
Ich glaube ich bin unter den ersten zwanzig ins Ziel gekommen. Danach gab es was heißes, salziges zu Essen, was ich gar nicht runterbekommen hab. Ich hatte auch etwas kaltes und süßes erwartet.
Nach dem Abend hab ich besonders gut geschlafen :D

Sonntag hab ich den Tag in meiner Kirche verbracht. Ich wurde besonders freundlich begrüßt und vorgestellt. Ich habe auch die anderen Jugendlichen kennengelernt, deren Band ich beitreten werde.
Am Nachmittag sind wir (die Kirche) in die Berge gefahren und haben dort einen Gottesdienst für die Straßenkinder organisiert und ihnen danach Essen gegeben. Die Kinder waren die ganze Zeit total glücklich und haben gesungen und getanzt.
Mir ist generell aufgefallen, dass sich die Kinder hier vielmehr an den kleinen Dingen, wie ein Essen, erfreuen können als die Kinder in Deutschland.

Heute wurde ich in der Schule vorgestellt und morgen beginne ich dort meine Arbeit. Ich bin schon gespannt was mich alles erwartet.

 

Liebe Grüße,
Yasha

 

 

 

 

Die ersten Tage

Autor: Yasha | Datum: 05 September 2012, 14:50 | Kommentare deaktiviert

Hallo Leute,

es ist gerade 4 Uhr Nachts in Manila und ich bin mitten in der Nacht aufgewacht, weil ich geträumt hab, dass ich kotzen muss. Als ich aufgewacht bin hatte ich wirklich das Gefühl kotzen zu müssen, interessant wie sich das in mein Traum eingebaut hat.
Den ersten Tag hier waren wir abends in der Mall bei Shacky's essen, das ist sowas wie Pizzahut. Es war voll lecker aber der Eistee war sowas von süß. Auch die Hygienevorschriften waren für deutsche Verhältnisse echt miserabel. Als wir wieder zu Hause waren, sind wir direkt ins Bett, weil wir über 20 Stunden unterwegs waren. Am nächsten Tag gab es zum Glück kein Programm, sondern es war ein freier Tag. Lars musste schon früh zur Botschaft wegen den Austauschleuten seiner Kirche. Ich hab bis 11 gepennt :D.
Auch wenn es unser erster Tag war, sind wir erstmal lange in unserem stickigen heißen Zimmer geblieben, ich hab keine Ahnung warum.
Ate-Amy und Ina sind total nett, sie passen auf uns auf uns zeigen uns die Sachen hier. Beispielsweise sind wir Jeepney, Bus und Bahn gefahren. Manila ist eine sehr lebhafte und laute Stadt. Auch wenn hier sehr viel Armut herrscht, so ist der Überlebenswille sehr stark! Wenn man keine Arbeit findet, macht man sich welche, alles wird dafür getan Geld zu verdienen. Man verfällt nicht in Depression oder Hilflosigkeit sondern kämpft Tag für Tag.
Ich finde die philippinischen Läden bzw. Restaurants in den riiiiesigen Malls sind psyeudo-amerikanisch. Der Konsum wird gepriesen und es gibt alle Marken wie Apple, Nike, Megges und co. Aber das ist irgendwie nur schein. Es wirkt alles sehr westlich und die Filipinos haben auch Beats Kopfhörer und Iphones, aber der Lebensstandart ist meistens eher niedrig. Es scheint, als wollen sie den Westen nacheifern, aber lassen dabei etwas auf der Strecke. Der Wunsch ist anscheinend sehr groß, so wie zb. ein Amerikaner zu sein.
Ich finde auch, das die Malls von dem Rest der Stadt zu unterscheiden sind. In den Malls wirkt alles perfekt. Es ist sauber, es gibt tolle Restaurants und Sachen zu kaufen.
Jedoch ist vor den Malls ein ganz anderes Bild zu sehen. Leute schlafen am Straßenrand, die Straßen sind sehr kaputt, es gibt viele Straßenstände und es stinkt oft nach Urin. Das ist einfach ein krasser Gegensatz wie sowas Gegensätzliches nebeneinander existiert.

Ich könnte nochmehr schreiben, aber das wars erstmal für heute Nacht. Ich werde nochmal versuchen zu schlafen, später gibt es mehr.
Gute Nacht!