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Hochzeiten auf den Philippinen

Autor: Yasha | Datum: 16 November 2012, 04:48 | 1 Kommentare

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Nach einiger Zeit melde ich mich mal wieder von den Philippinen.
In den letzten Tagen ist vorallendingen eine Veranstaltung in meinem Kopf hängengeblieben: Eine Hochzeit.

Die Hochzeit war am 4.11 und ziemlich weit entfernt, nämlich in einem kleinen Dorf im Landesinneren von Mindanao. Für uns hieß das um 2 Uhr morgens aufstehen und 7 Stunden Fahrt auf noch unbebauten Straßen, was sich anfühlte wie in einer Waschmaschine zu sein. Trotzdem konnte ich auf dem Weg dahin noch irgendwie Schlaf finden.
Als wir dann um 9 Uhr morgens ankamen, waren die Vorbereitungen für die Hochzeit schon voll im Gange. Ich habe zum ersten Mal gesehen wie Schweine für die Hochzeit geschlachtet wurden, was ich ziemlich blutig war. Darüber hinaus konnte ich einen ersten Blick auf die Braut erhaschen, jedoch ist es nicht üblich, dass der Bräutigam die Braut erst vor dem Altar das erste Mal sehen darf, also saß der Bräutigam (welcher der Fahrer des Bischofs ist) neben der Braut und sah zu wie sie geschminkt wurde.
Nach unserem Frühstück sind wir mit unserem Van weiter zu der Kirche gefahren, wo die Hochzeit stattfinden sollte. Dort hatte ich auch die Möglichkeit (auf Filipino Art und Weise) zu Duschen. Die Kirche war reichlich geschmückt und  hinter dem Alter war ein pinkes Banner mit einem Foto des Brautpaares (was ich ziemlich kitschig fand, aber die Filipinos sind ziemlich kitschig in Sachen Liebe und Weihnachten).
Es war noch ziemlich früh als wir ankamen also waren nur die Organisatoren der Hochzeit da. Deswegen hielt ich es für eine gute Idee erstmal ein Nickerchen zu machen.
Gegen 10 kamen dann die ersten Gäste, welche sehr stark geschminkt und gut gekleidet waren. Die meisten Frauen trugen pinke Kleider. Auch die kleinen Mädchen waren stark geschminkt.
Die Männer trugen die typische philippinische Hochzeitstracht, weiße, durchsichtige Hemden, die aus den Fasern der Ananas gemacht werden.
Gegen 11 begann die Hochzeit. Alles in allem kann man sagen, dass sie sehr westlich ist. Es gab Blumenkinder, die Familie der Braut saß auf der einen Seite, die Familie des Bräutigams saß auf der anderen Seite, und selbstverständlich die Ringe. Beim Austausch der Ringe wurde ziemlich viel geweint.
Nach der Trauung sind wir alle zu dem Ort gefahren wo wir unser Frühstück hatten, weil da das Hochzeitsessen auf uns wartete. Als ich aus dem Fenster blickte, sah ich das ganze Dorf um das essen versammelt. Später wurde mir gesagt, dass das ganze Dorf praktisch miteinander verwandt war und deswegen so viele Leute da waren.
Aus dem einen Schwein, das ich gesehen habe, haben sie das Essen zubereitet und das andere Schwein haben sie am Stück gegrillt.
Nachdem gesungen wurde und der Hochzeitskuchen angeschnitten wurde, begann das große Essen. Es war genug für alle da, obwohl es so viele Leute waren.
Gegen 4 mussten wir jedoch das Fest verlassen und uns auf den Heimweg machen, weil Arbeit zu Hause wartete.
Der Heimweg meiner Meinung nicht so holprig, auf wenn es die gleiche Strecke war. Gegen 11 kamen wir dann ausgelaugt, aber glücklich zu Hause an. 

 

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