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Meine Arbeit hier

Autor: Yasha | Datum: 25 November 2012, 12:53 | 0 Kommentare

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Ich bin schon seit einiger Zeit hier, jedoch habe ich es versäumt euch von meiner Arbeit zu berichten.
Meine Arbeit ist in vier Tätigkeitsbereiche eingeteilt:

Der erste Bereich sind die sogenannten „Medical Missions“. Dabei handelt es sich um das sogenannte „Community extention programm“ bei dem die Brokenshire School (Die Schule, in der ich arbeite und die auch ein Teil der UCCP und der Kirche ist). Bei diesen Medical Missons werden die Krankenschwestern der Schulklinik zusammen mit der stellvertretenden Direktorin (und ich auch) in entlegene, arme Dörfer (Wir brauchten 1 Stunde auf einer kaum befahrbaren Strecke mit einem Geländewagen, siehe Foto) im Landesinneren entsendet. Dort geben wir den Leuten medizinische Check-up’s (Blutdruck messen etc.) und verteilen Medikamente wenn nötig.

Die sind in diesen entlegenen Gebieten bitter nötig. Die Leute liefen teilweise 7 Stunden, nur um Medikamente und ein kleines Check-up zu bekommen. Dazu gehören auch Mütter die ihre Kinder erst vor einigen Wochen bekommen haben. Sie erschienen nur um ihr Baby wiegen zu können und einige Medikamente und Ratschläge zu erhalten.

Zu der Medizinischen Versorgung kam noch eine „Dental Mission“ hinzu, weil der Schulzahnarzt, welchem ich assistiert habe, auch auf den Medical Missions ist. Man könnte meinen, dass wir die Zähne nur untersucht haben, aber größtenteils haben wir sie gezogen.

Diese Arbeit fande ich am interessantesten. Ich hätte selbst nicht gedacht, dass ich den medizinischen Bereich so interessant finde. Meistens assistiere ich dem Zahnarzt, aber manchmal messe ich auch Blutdruck und verteile Medikamente.

Assistieren bedeutet, dass ich dem Schulzahnarzt (Doctor Mic) die nötigen Instrumente reiche, wenn er mich darum bittet, ich leuchte in den Mund der Patienten und desinfiziere und Wasche die bereits benutzen Instrumente.

Meistens übernachten wir in den Dörfern und reisen dann am nächsten Morgen zurück nach Hause.

 

Der zweite Tätigkeitsbereich ist SEMJUR (South-East Mindanao Jurisdiction).

Dabei handelt es sich um das Büro der UCCP hier in Davao. Dieses setzt sich für die Menschenrechte in Mindanao ein und geht auf sogenannte „Peace and Justice Missions“. Hier in Mindanao gibt es große Probleme mit „Landgrabbing“. „Landgrabbing“ bedeutet, dass den Leuten einfach ihr Land entzogen wird, weil ausländische Bergbaufirmen das Land gekauft haben, weil es sehr reich an Bodenschätzen ist. Und das Ganze ist vom Staat legalisiert. Und wenn die Leute nicht gehen wollen, kommt die Armee und räumt das Gebiet mit Gewalt, deswegen ist es ziemlich schwierig in Bergbaugebiete zu gehen, auch als weiße Person. Auf einer dieser „Peace and Justice Missions“ haben wir mit ca. 60 Freiwilligen ein abgelegenes Dorf besucht, dessen Rathaus von 200 Soldaten besetzt worden war. Die dortige Mission begann mit einem Gottesdienst. Danach wurden wir in verschiedene Gruppen eingeteilt. Es wurde erste Hilfe geleistet, Essen wurde verteilt und es gab sowas wie ein kurzes psychologisches Seminar, um einige Traumata aufzuarbeiten, aber in einer so kurzen Zeit kann nicht viel getan werden. Unsere Führer diskutierten mit den Dorfältesten was am besten zu tun ist und die Jüngeren spielten Spiele mit den Kindern des Dorfes (In diesem Bereich habe ich geholfen). Jedoch bin ich manchmal auch nur bei normalen Meetings, bei denen besprochen wird, was die Kirche als nächstes macht und was bei bestimmten Zwischenfällen passiert ist. Also ist „Office Work“ auch ein Teil der Arbeit, aber mir machen die Missions natürlich mehr Spaß.

 

 Meine lokale Kirche die „Matina City Church“ hat auch mehrere Projekte, bei denen ich aktiv helfe. Beispielsweise gibt es das Projekt „Feed my Lambs“ bei denen wir (die Kirche) in die Berge fahren und den armen und  Straßenkindern dort ein bisschen Unterricht und danach etwas zu Essen geben. Es ist wirklich schön zusehen wie glücklich die Kinder sind, obwohl wir ihnen nur etwas zu Essen geben haben.

Darüber hinaus bin ich jetzt aktiv in der jugendlichen Worshipband. Ich singe und spiele Gitarre und letzten Sonntag hatten wir einen Auftritt auf einem christlichen Konzert. Das war unglaublich, siehe Fotos.

 

Wenn ich mal nicht auf Medical oder Justice Missions bin, oder nicht in der Kirche, helfe ich in der Klinik aus. Dort assistiere ich wieder dem Schulzahnarzt Doctor Mic und helfe ihm beim zahnärztlichen Check-up der Schüler der Schule. Oder ich messe den Blutdruck, die Größe oder das Gewicht der Schüler und trage es in ihre Akten ein.

 

Dazu habe ich privat noch ein Parkourprojekt mit der Parkourgruppe in Davao gestartet. Dabei trainineren wir jeden Samstag Straßenkinder und bringen ihnen Parkour und Freerunning bei und das macht einen riesigen Spaß. Aber davon berichte ich mehr in einem extra Blogeintrag, weil das etwas Besonderes ist ;).

 

Ich hoffe ich konnte euch Bild von meiner Arbeit hier machen und hoffe ihr wisst alle was ich hier ungefähr die ganze Zeit mache :).

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